Was ist eigentlich Whisky?

Whisky gehört zu den bekanntesten und traditionsreichsten Spirituosen der Welt. Trotzdem denken viele Menschen dabei zunächst einfach nur an „starken Alkohol im Holzfass“. Tatsächlich steckt hinter Whisky jedoch ein aufwendiger Herstellungsprozess, der Geschmack und Charakter über viele Jahre prägt.

Je nach Herkunft, Rohstoffen und Lagerung kann Whisky dabei völlig unterschiedlich schmecken.

Woraus besteht Whisky?

Die Grundlage von Whisky ist vergorenes Getreide.

Verwendet werden je nach Sorte unter anderem:

  • Gerste
  • Mais
  • Roggen
  • oder Weizen

Aus diesen Rohstoffen entsteht zunächst eine Maische, die vergoren wird. Dabei wandeln Hefen den enthaltenen Zucker in Alkohol um.

Anschließend wird die Maische destilliert.

Warum wird Whisky im Fass gelagert?

Frisch destillierter Whisky ist zunächst klar und geschmacklich oft noch sehr scharf oder roh.

Erst durch die Lagerung im Holzfass entwickelt Whisky später:

  • Farbe
  • Aroma
  • Milde
  • und seinen typischen Charakter

Das Holz gibt dabei über Jahre hinweg verschiedene Stoffe an den Alkohol ab.

Dadurch entstehen häufig:

  • Vanillearomen
  • Holznoten
  • Röstaromen
  • Karamellnoten
  • oder würzige Geschmacksrichtungen

Die Fasslagerung ist deshalb einer der wichtigsten Schritte bei der Whiskyherstellung.

Warum schmeckt jeder Whisky anders?

Der spätere Geschmack hängt von vielen Faktoren ab:

  • verwendetes Getreide
  • Art der Destillation
  • Brennverfahren
  • Fassart
  • Lagerdauer
  • Klima
  • und Herkunft

Schon kleine Unterschiede können den Charakter eines Whiskys stark verändern.

Ein rauchiger schottischer Whisky schmeckt beispielsweise oft völlig anders als ein milder irischer Whiskey oder ein süßer Bourbon aus den USA.

Warum schreibt man manchmal Whisky und manchmal Whiskey?

Die unterschiedliche Schreibweise hängt meist vom Herkunftsland ab.

Whisky

wird häufig verwendet in:

  • Schottland
  • Kanada
  • Japan

Whiskey

dagegen meist in:

  • Irland
  • den USA

Am eigentlichen Grundprinzip der Herstellung ändert das jedoch nichts.

Woher kommt die braune Farbe?

Viele Menschen denken, Whisky komme bereits braun aus der Destille. Tatsächlich ist frisch destillierter Whisky zunächst farblos.

Die typische Farbe entsteht erst während der Lagerung im Holzfass.

Je nach Fassart und Lagerdauer kann Whisky dadurch:

  • goldfarben
  • bernsteinfarben
  • oder dunkelbraun

werden.

Was bedeutet „Single Malt“?

Der Begriff „Single Malt“ taucht besonders häufig bei schottischem Whisky auf.

Gemeint ist damit Whisky:

  • aus einer einzigen Brennerei
  • der ausschließlich aus gemälzter Gerste hergestellt wurde

„Single Malt“ beschreibt also nicht automatisch eine Qualitätsstufe, sondern vor allem die Herkunft und die verwendeten Rohstoffe.

Warum ist Whisky für viele Menschen so faszinierend?

Kaum eine Spirituose verändert sich durch Lagerung so stark wie Whisky.

Holz, Zeit, Klima und Destillation beeinflussen den Geschmack oft über viele Jahre hinweg. Dadurch entsteht eine enorme Vielfalt an Aromen und Stilrichtungen.

Gerade deshalb gilt Whisky für viele Menschen als eine der komplexesten Spirituosen überhaupt.